Schmelzkelche
2005, Eis aus dem Torne-Fluß,
dreizehnteilig je Durchmesser 30 - 100 cm
In den verschneiten Wald, irgendwo bei Jukkasjärvi, brachte ich eine Gruppe von dreizehn Eiskelchen. Abseits des Weges unter Tannenbäumen fanden sie ihren Platz. Vielleicht hat sie dort jemand entdeckt und sich gewundert über den Fund.
Ihre Art im Schnee zu liegen, wie riesige Spuren der von den Nadelspitzen des Baumes herabfallenden Schmelzwassertropfen, welche sich in die weiche Decke des Schnees graben. Sie sind auch wie Pilze, Nester, Gefäße, die auffangen, halten, sammeln, aufbewahren und dann selber dahinschmelzen
werden und samt ihrem Inhalt im Boden versinken.